
- Das Lemongras in seiner natürlichen Form - Aromatherapie Blogspot
Mit seinem intensiven, frischen Zitrusduft wirkt Lemongras belebend auf Geist und Körper. Als Gewürz bringt es sommerliche Frische in die Küche und entfacht einen exotischen Gaumenkitzel, egal ob an Tees, Suppen, Salaten oder Heißgerichten. Vor wenigen Jahren war Lemongras, auch bekannt in der englischen Schreibweise "Lemongrass" oder als Zitronengras, noch ein Insidertipp, während es heute im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist.
Zuerst fällt Lemongras durch seinen unwiderstehlichen Duft und seinen Geschmack auf – intensiv zitronig trifft es sehr gut, so wie man es sonst nur von frisch gepresstem Zitronensaft und zitronenhaltigen Reinigungsmitteln und Ramduftspendern her kennt. Allerdings fehlt dem Zitronengras der saure Beigeschmack, den man von der Zitrone her kennt.
Vielleicht ist die "zitronige" Note dieser zur Familie der Süßgräser gehörenden Pflanze weniger eine Geschmacksrichtung, sondern eine erfrischende Wirkung. Ein wenig Exotik schwingt in der fruchtig-frischen Duftnote des Lemongras mit, mit der man schnell einen bekannten Werbeslogan assoziiert: "So schmeckt der Sommer."
Lemongras – die aromatische Geschmacksoffenbarung
Und in der Tat ist das aus Indien stammende Lemongras eine perfekte Zutat für die sommerliche Küche und für Erfrischungsgetränke. Von außen betrachtet erscheint das Gewürz in seinem satten Grün mit etwas Weiß zuerst eher unscheinbar. In frischer Form ist es noch nicht so leicht zu bekommen wie die gängigen Pflanzen, Kräuter und Gewürze im Handel. Man findet es meistens auf gut sortierten Märkten, in Asia-Lebensmittelläden und im Gewürz- und Feinschmeckerhandel.
In seiner natürlichen Form erinnert das Zitronengras mit seinen langen, schilfartigen Blättern und dem festen Stumpf ein wenig an Porree oder Lauch. Botanisch betrachtet gehört es zwar zu den Gräsern, wird in den Medien aber auch gerne unter Tees, Pflanzen oder Gewürzen aufgeführt.
Die eigentliche Geschmacksoffenbarung bei diesem untypischsten aller Gräser erfolgt bereits beim Anritzen des Stengels – einmal angeschnitten, verströmt das Zitronengras seinen charakteristischen Duft, den Insekten und Tierschnauzen verabscheuen, Freunde der fernöstlichen Küche und Teeliebhaber aber umso mehr lieben.
Zitronengras als Parfüm, Gewürz und in Speisen
Dieser betörende Zitronenduft kommt vom Citral, einem Hauptbestandsteil des ätherischen Öls des Zitronengrases, den man auch bei vielen anderen Pflanzen wie findet. Bei genauerer Betrachtung fällt bei diesem Intensivduft aber auch eine gewisse liebliche Rosennote auf, die das Aroma des Lemongras so unverwechselbar macht. Kein Wunder also, dass dieser Wirkstoff auch in betörenden Parfümkompositionen zum Tragen kommt, und für diese Zwecke eigene Arten des Zitronengras auf Java, Ceylon und der Halbinsel Malakka angebaut werden.
Als Gewürz ist Lemongras in Europa noch nicht sehr lange bekannt, in Südostasien hat es dagegen eine lange Tradition, vor allem in der thailändischen, indonesischen und vietnamesischen Küche. Diese setzt das Zitronengras u.a. für würzige Suppen, pikante Eintöpfe und feurige Currys ein. Hierzulande sieht man es auch schon als Salatgewürz oder als Geschmacksnote in Nachspeisen, Quarks, Schokoladen, Eiscreme und Limonaden.
Als besonderer Frischmacher erweist sich Lemongras in Form von heißen oder Eistees, wobei man letzteren in Thailand mit Ingwer würzt, damit er erfrischt und neue Lebensgeister wecken soll. Gerade an heißen Sommertagen, an denen man durch die Hitze schnell ermüdet, ist ein Lemongrass-Heiß- oder Eistee ein willkommener Wachmacher und Durstlöscher.
Die vielbeschworene Heilkraft des Zitronengrastees
Ebenfalls sehr wohltuend ist ein solcher Zitronengrastee bei Beschwerden des Verdauungstraktes, den die Wirkstoffe wirken entkrampfend und entspannen die Muskulatur von Magen und Darm. In Asien und jüngst auch in der westlichen Welt wird das Gras auch als Volksmedizin genutzt, das gegen vielfältige Krankheiten und körperliche Defizite wirkt.
Dazu zählen u.a. fieberhafte Erkrankungen und Infekte, nervöse Unruhe, Blähungen, Blasenentzündungen, Krampfadern, Verdauungsprobleme, Lymphstau, Ödeme und Müdigkeit sowie Lernunlust und Konzentrationsschwächen.
In der Küche kann man Lemongras recht unkompliziert genießen. Vorsicht aber beim bloßen Probieren: direkt von der Pflanze verzehrt schmeckt das Gras sehr seifig, etwas nach Heu und eher unappetitlich. Deshalb vor der Verarbeitung zuerst die äußeren Blätter entfernen, Spitze und Stumpf abschneiden und nur den unteren, hellen Teil der Stengel verwenden.
Einfache Rezepte für den Anbau und die Zubereitung des Lemongras
Danach das Zitronengras am besten in feine Scheiben schneiden und es z.B. als erfrischende Suppeneinlage verwenden. Genauso gut kann man die Grasstengel aber auch im Ganzen oder in Form größerer Stücke mit einem Gericht oder einer Suppe mitkochen und vor dem Servieren wieder entfernen. Kleiner Tipp: Für noch eine bessere Verbreitung des charakteristischen Aromas des Zitronengrases die unteren Ansätze der Halme mit einem Mörsestößel, Stampfer oder Flaschenboden zerquetschen, bevor man sie dem Essen beifügt!
Das einfachste Gericht ist wohl die Lemongrassuppe. Dazu einfach zwei Schalotten in Öl andünsten und mit einem Liter ungesüßter Kokosmilch und einem halben Liter Gemüsebrühe aufgießen. Dazu zwei Stangen Zitronengras in grobe Stücke schneiden und mit einer entkernten, gehackten Chilischote und einem halben Bund Koriander in den Sud geben und ca. 45 Minuten kochen lassen. Zum Abschluss die Suppe sieben und mir leckeren Kokosstreuseln garnieren.
Außerdem können Sie das Zitronengras auch problemlos zuhause anbauen. Dazu einfach eine frische Lemongras-Pflanze in ein Glas Wasser stellen, bis sich ein feines Wurzelgeflecht entfacht hat. Danach in einen großen Blumentopf mit möglichst sandiger Erde setzen und das Tropengewächs mit reichlich Licht, Wasser und Wärme versorgen.
Lemongras für die Küche und die Hausapotheke
Dazu können Sie Lemongras-Produkte heute überall in der Drogerie, in Apotheken, Reformhäusern und im Fachhandel finden, z.B. als fertiger Tee, als Pflegelotion, Badewasserzusatz, Gewürz oder Duftöl. Freunde der Aromatherapie heißen Lemongras sehr willkommen, weil seine ätherischen Öle angeblich für klare Gedanken und einen wachen Geist sorgen und die "Sonne zurück ins Herz" bringen.
Und wer sich im bald wieder anbrechenden Herbst und Winter einen Schnupfen zuzieht, sollte einfach 10 bis 15 Tropfen Lemongrasöl in kochend heißes Wasser geben und dieses inhalieren. Die Wirkung ist ungefähr genauso berauschend wie bei Menthol oder Minzöl.
Mit seinem intensiven, frischen Zitrusduft wirkt Lemongras belebend auf Geist und Körper. Als Gewürz bringt es sommerliche Frische in die Küche und entfacht einen exotischen Gaumenkitzel, egal ob an Tees, Suppen, Salaten oder Heißgerichten. Vor wenigen Jahren war Lemongras, auch bekannt in der englischen Schreibweise „Lemongrass" oder als Zitronengras, noch ein Insidertipp, während es heute im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist.
Lesetipp: Erfrischend und lecker - die Frankfurter Grüne Sauce.
